Saar und Mosel

Diese Radtour sollte dort am Hochrhein beginnen, wo wir auf der Genf-Tour nicht higekommen waren. Also fuhren wir zuerst von zu Hause die ca. 20 km mit dem Rad nach Wangen, um von dort aus mit dem Zug nach Rheinfelden zu reisen. In Rheinfelden ging dann die eigentliche, wie immer ohne Vorbuchung "geplante", Radreisetour los.

Bahnhof in Wangen Rheinfelden Brücke über den Rhein

Auf der anderen Seite der Grenze angekommen hatte sich am Ortsnamen nichts geändert, nur das die Extension "(Baden)" nicht mehr hinten angestellt ist und das allgemeine Preisniveau einen deutlichen Sprung nach oben getan hat. Dem linken Rheinufer (in Fließrichtung gesehen) sind wir nach Basel gefolgt, vorbei an einem großen Chemiebetrieb.

Ufer-Rast Basel auch Basel

Der Prallhangteil von Basel erwies sich als hügeliger als erwartet. Wir sind dann auf die andere Seite des Rheins über eine schöne fahrradtaugliche Brücke gewechselt, um von dort aus nach Weil am Rhein zu fahren. Dabei mussten wir höhere und schmale Hindernisse überwinden, weil wir vermutlich den offiziellen Radweg nicht treu geblieben sind. Innerhalb von größeren Städten ist mitunter dieser Weg aber auch nur lückenhaft bzw. umwegelastig beschildert, um den Radler möglicher Weise an unverzichtbaren Highlights der lokalen Gastronomie vorbeizuführen. Nur so ein Gefühl....

Durchs Gewerbegebiet Ausruhbank mit Blick aufs Wehr Das Stauwehr Märkt

Nachdem wir das Gewerbegebiet hinter uns gelassen hatten ging es weiter auf dem Radweg am Rhein, vorbei am impossanten Stauwehr Märkt. Es ist immer wieder schon zu sehen, wie doch solche technischen Bauwerke das Landschaftsbild unaufdringlich prägen. Laut den kompetenten Aussagen eines anwohnenden Wanderes könnten wir von hier aus dem Rhein auf diesem Radweg bis nach Holland folgen... nun ja, Stück für Stück und Eile mit Weile.

Ansichtstafel Rhein-Blick bergwärts Rhein-Blick talwärts

Vermutlich führte der Seitenarm des Rheins hier mehr Wasser als nominal, zumindest sind die in Fließrichtung gekippten Büsche ein starkes Indiz dafür. Die tiefstehende Sonne blendete schon ganz ordentlich und ließ den unerfüllbaren Wunsch aufkeimen, die Bewegungsrichtung West -> Ost zu ändern. Weiter auf dem Radweg bis Bad Bellingen, wo wir uns für eine Nacht in einem Hotel, das auch einen ordentlichen Fahrradunterstand hatte, einmieteten.

Schnurgerade weiter Radwegschild Fahrrad- und PKW-Brücke

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, fuhren wir am Rhein angekommen auf einem schnurgeraden Schotterweg weiter. So früh am Morgen ist es meistens noch sehr einsam auf den ansonsten reichlich befahrenen Haupt-Radwegen. Nahezu Gefährdungsfrei kann man so die linke als auch die rechte Spur des Weges verwenden, ohne mit einem Zusammenstoß mit High-Speed-Radlern rechnen zu müssen. Die schlafen wohl auch hoffentlich noch. Auf der abgelichteten Brücke wurde auf eine komplette Auto-Fahrspur verzichtet und dafür ein zweispuriger Radweg mit Richtungsvorgabe angelegt.

Hochwasserspuren Ruderer Wehr Breisach am Rhein

Oben von der Brücke aus kann man deutlich die Fließrichtung des Hochwassers mit seiner "Holzbiegekraft" an der Flora erkennen. Ein gutes Stückchen weiter flussabwärts trafen wir auf motivierte Ruderer im Viererpack: Weiter so, Jungs!